CDU will Lehrerstellen schaffen, die sie selbst gekürzt hat

Presseerklärung: Linksjugend ['solid] bezweifelt Glaubwürdigkeit der Koalitionsparteien

Die Parteien haben Bildung als Wahlkampfthema für sich entdeckt. Jüngst ist es die CDU, die mit der Forderung nach Schaffung 1500 neuer LehrerInnenstellen in die Öffentlichkeit tritt. Katharina Dahme, Kandidatin der LINKEN zu den Landtagswahlen, findet dies unglaubwürdig: "Seit 2004 hat die CDU gemeinsam mit der SPD über 4400 LehrerInnenstellen gestrichen. Jetzt will sie plötzlich wieder 1500 Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Das ist ein offenes Schuldeingeständnis und riecht nach WählerInnenbetrug."

Auch die Schließung von fast 200 öffentlichen Schulen seit 2004 und somit längere Schulwege hätte die CDU mitzuverantworten. "Dabei hätte man die sinkenden SchülerInnenzahlen nutzen können, um endlich kleinere Klassen zu realisieren, statt Schulen zu schließen. Eine individuelle Förderung bei einer Klassenstärke von über 30 SchülerInnen ist einfach unmöglich", meint die 22-jährige Studentin aus Potsdam, die auch Landessprecherin der Linksjugend ['solid] ist. Die von ihnen jetzt selbst geforderte Verkleinerung der Schulklassen habe die große Koalition seit 10 Jahren verhindert.

Der Brandenburger Jugendverband der Partei DIE LINKE fordert den Erhalt von Schulstandorten und die Einstellung von 500 Lehrerinnen und Lehrern jährlich in den nächsten fünf Jahren sowie die Schaffung von 500 zusätzlichen Stellen für SchulsozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen, die schrittweise Absenkung der Klassenstärke auf maximal 15 SchülerInnen und kostenfreie SchülerInnenbeförderung mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Katharina Dahme: "Wir werden SPD und CDU beim Wort nehmen. DIE LINKE wird nach den Wahlen erneut Anträge in den Landtag einbringen, die ihre Forderungen aus dem Wahlkampf aufgreifen. Wir werden sehen, ob sie dann endlich bereit sind umzusetzen, was sie in den letzten 10 Jahren Regierungskoalition verweigert haben."