Ausbildungsplätze statt Auslandseinsätze!
Am Dienstag in Birkenwerder und am Mittwoch in Hennigsdorf trafen wir auch zwei junge Leute, die erzählten, dass sie zur Bundeswehr gehen würden, weil das aus ihrer Sicht die einzige Möglichkeit für sie wäre, eine gute Ausbildung zu bekommen und finanzielle Mittel zu beziehen, von denen sie leben könnten.
Ich fand das interessant und zugleich auch erschreckend. Die Bundeswehr als Ersatz für Betriebe und Ausbildungsstätten, als vermeintlich einzige Ausflucht aus der Perspektivlosigkeit, die in vielen Gegenden herrscht. Mir wurde dabei einmal mehr klar, dass sich in Sachen Ausbildung dringend etwas tun muss.
Wir brauchen genügend attraktive Ausbildungsplätze für alle, mit Aussicht auf Übernahme und einer Vergütung, von der man leben kann. Zudem hat die Bundeswehr an den Schulen nichts zu suchen, wo sie in letzter Zeit immer häufiger Werbung machen, um junge perspektivlose Menschen mit zum Teil leeren Versprechungen zu rekrutieren. Diese meinen, keine andere Wahl zu haben und wollen eigentlich nicht in Kriege geschickt werden, sondern sehnen sich meist einfach nur nach einer sicheren Zukunft.
Trotz dieser ernüchternden Momente waren die beiden Tourtage, bei denen ich dabei sein konnte, ein Erfolg. Selten waren junge Leute so interessiert an politischen Themen und unserer Arbeit. Wie es mit der Tour weitergeht, erfährt man auf www.mitkaempfen.de.
['solid] will kämpfen statt meckern (ND, 03.09.2009)
Linksjugend zieht in den Wahlkampf und wirbt für Einsatz gegen Missstände
Die Jungen unter den LINKEN wollen beim großen Wahlkampf nicht abseits stehen. Gestern startete ihre Kampagne »Mitkämpfen statt mitmeckern«, die sich vor allem an die eigene Generation wendet. Der Landesverband der Linksjugend Solid baute gestern in Belzig vor vier Schulen ein Info-Mobil auf, um dort mit Schülern ins Gespräch zu kommen. »Meckern ist erlaubt, ändert aber an den Missständen wenig«, sagte der junge Landtagskandidat Norbert Müller.
CDU will Lehrerstellen schaffen, die sie selbst gekürzt hat
Presseerklärung: Linksjugend ['solid] bezweifelt Glaubwürdigkeit der Koalitionsparteien
Die Parteien haben Bildung als Wahlkampfthema für sich entdeckt. Jüngst ist es die CDU, die mit der Forderung nach Schaffung 1500 neuer LehrerInnenstellen in die Öffentlichkeit tritt. Katharina Dahme, Kandidatin der LINKEN zu den Landtagswahlen, findet dies unglaubwürdig: "Seit 2004 hat die CDU gemeinsam mit der SPD über 4400 LehrerInnenstellen gestrichen. Jetzt will sie plötzlich wieder 1500 Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Das ist ein offenes Schuldeingeständnis und riecht nach WählerInnenbetrug."
Für einen Politikwechsel
Liebe Leserin, lieber Leser,
nie ist die LINKE in Brandenburg mit einer so jungen Wahlliste angetreten, wie zu den anstehenden Landtagswahlen. Mit meinen 22 Jahren bin ich die jüngste Kandidatin und würde zugleich jüngste Abgeordnete des neuen Landtages werden. Zwar bin ich schon seit vielen Jahren politisch engagiert, mit der neuen LINKEN verbinde ich aber eine besonere Hoffnung, da in ihr Menschen mit verschiedensten Geschichten zusammengefunden haben, um Politik für die Menschen zu machen - nicht gegen sie.


